Inselgeflöte

Er nannte mich Bergziege. Nicht aus Gründen, die ihr vielleicht vermutet. sondern aufgrund meines festen Trittes auf unbefestigtem Terrain. So ho. Hört hört. Worte, die jede Frau dahinschmelzen lassen. An das Ding mit dem Segelschiff kommts dennoch nicht ran.

Apropos Segelschiff. Wir sind am Lake Titikaka, fangen Fische und essen peruanisches Schilf. Ich wollte einfach dazugehören.

Auf unserer täglichen Fischfangroute haben wir ein paar Touristenboote gesehen. Jeeeeeez. Vollgepackt von Touristen in Jack wolfskin komplettoutfits. Meine liebste Spezie. Sie tauchen meistens in Massen auf. Tragen eine Khaki Tarnfarbenhose, oft mit der Socken/Sandalen Kombi oder aber die dicken Hiking Boots mit der extra federnden Sohle. Die Jacke gehört zu den atmungsaktivsten, Wasser- und windabweisendsten ever. Sie bewegen sich im Umkreis von 10-15 Metern von ihrem Bus. Oder sitzen eben auf dem Boot und machen von dort aus Fotos von den Inselbewohnern, die mit dem „Vamos a la playa“ Song und Dance die Massen begeistern. Als ob das noch nicht authentisch genug wäre. Dann entdeckte die Reisegruppe Schmidt nämlich noch uns auf unserem Boot. Das hat der Authentizität der Uros Experience für die Reisegruppe die Krone aufgesetzt. Sie dachten wohl ich bin ein echter Uro und Juan wurde adoptiert. Klar, bei dem Outfit und meiner Gesichtsfarbe. Ganze Akkus wurden verknippst. Krachlatten. Hätten wir für jedes Bild 1 Soles genommen, hätte ich kündigen können.

Fische sind aufgegessen, das Schilf wurde knapp und nun feiern wir das Fiesta der heiligen Maria und ihren Freunden in Bolivien und tanzen unsere schwingfreudigen Hüften durch die Straßen von Copacabana.

Wenn das ganze Land Siesta macht, wandere ich hochmotiviert und ganz und gar freiwillig über die Berge der Isla del Sol. Ich darf hier wohl mal festhalten, dass wir uns auf knapp 4000m Höhe befinden. Da kriegste quasi noch beim Laufen Lust die nächste Trekking Route auszuarbeiten. Ihr Brockenwanderer könnt echt einpacken. Mit meinem sicheren Tritt auf unsicherem Terrain hält mich hier keiner auf. Höchstens der Pub auf dem Weg. Aber hey, von dort hatte man echt den ganz besonderen Blick über den Titikaka See. Und mal ehrlich…Ihr hättet doch das selbe getan.

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