Küstenkontrolle Abel Tasman

Das ThermoShirt wurde kurz gelüftet, die Socken mal eben durchs Wasser gezogen. Biologisch abbaubare Windeln eingepackt. Wir waren vorbereitet wie nie zuvor. Und motiviert, dieses Mal auch meine Hose mitzunehmen. Einig waren wir uns vor allem und ausschließlich darin, dass wir für die nächsten drei Tage eine volle Gasflasche einpacken.

Es geht los. Mit insgesamt einer Gabel, 1 Löffel, 1 Messser, einem Becher, in dem morgens Brei und abends Wein serviert wurde. Unsere koppelbaren Schlafsäcke für die Romantik im Zelt. Oder für die Kinder in der Mitte. Einen Schlüpper zum Wechseln für mich, Jan verzichtete. Bei der Jackenauswahl hab ich mich um eine runterhandeln lassen. Und mit circa 34kg Proviant, von dem wir mit 2 Scheiben Toastbrot und einem Apfel zurückgekehrt sind. Ich weiß wirklich nicht was er noch zu Hause lassen wollte. Vielleicht den Apfel.

Ein echter Bear Grills lässt es sich dann wiederum aber auch nicht nehmen, sich die 34kg auf den Rücken zu schnallen. Das Kind muss halt laufen. Es bestand durchaus die Möglichkeit, sich den Rucksack vom Wassertaxi zum Camp bringen zu lassen. Hätte 6,50 extra gekostet. Keine Option. Dieser Sparfuchs.

So wanderten wir. Atti war tapfer. Wir auch. Er brachte Feuerwehrmann Sam und unsere Geduld auf ein neues Level. Aber wir erreichten unser Camp doch immer noch vor Sonnenuntergang.

„Ist das schön hier. Das ist fast wie in Schottland.“ Äh ja. Fast. Wir fahren nächsten Sommer trotzdem nicht nochmal. Ich schlag erstmal meine Küche auf. Es gibt Nudeln. Seitdem nun die Kinder auch noch ihre Finger in den Pott stecken, muss man echt schauen wo man bleibt. Ohne Teller kann man seine Portion nicht verteidigen. Esspausen sind nicht möglich. Dann gehste hungrig. Und deine Portion Kekse ist weg, wenn du sie nicht innerhalb der ersten 800m aufgegessen hast. Man dachte, du möchtest keine. Haargenau wie damals – da waren es noch 38 Stunden Busfahrt. Ohne Kekse. Ich wollte halt keinen als wir losfuhren.

Da wir den letzten Mülleimer verpasst haben, fahren wir nun seit weiteren 3 Tagen mit der Tüte voller biologisch abbaubarer Windeln im Kofferraum. Es gab nämlich keine Plumsklos zur Entsorgung. Vorbei an Felsküsten, Sandstränden und heiligen Quellen. Eier kaufen wir aus einer Kiste auf der Straße. Grapefruit pflücken wir vom Baum. Wir googlen, wie wir grünen Spargel kochen. Freuen uns über unser Zuhause mit Meerblick. Und tanzen, weil drei Orkas vor unseren Augen aufgetaucht sind. Feiern die Delfine, die so nah waren, dass wir sie hätten anfassen können. Und den Seelöwen, der einen Oktopus zum Frühstück zerlegt hat. Und uns, weil wir noch nicht mal Kohle für einen Wildlife Trip ausgegeben haben. Es ist eben doch irgendwie nicht Schottland. Ab und zu kommt nämlich hier sogar die Sonne raus.

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Und weil ihr’s scheinbar wissen wollt wo wir sind, hashtaggen wir’s dazu… #abeltasman #coastaltrack #newzealand #camping #poowithaview #goldenbay #Whararikibeach

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3 Gedanken zu “Küstenkontrolle Abel Tasman

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