Ginger all the way…

„Ich glaube mein idealer Urlaub involviert deine Mutter.“ Man merkt, er braucht echt mal ne Pause. Es war wohl einfach alles ein bisschen viel die letzte Zeit.

Vor allem diese Hitze. Das hält ja keiner aus. Dass es aber auch immer gleich so heiß werden muss. Um uns schon mal wieder auf die kulturellen Unterschiede einzustellen, schimpfen wir, weil wir sonst nichts zu schimpfen haben, übers Wetter. Die beiden Dauercamper gehen nochmal in die Vollen. Wir sind im Urlaub. Endlich. Man bewegt sich nur noch mit freiem Oberkörper, Badehose und Sandalen voran. Sowohl auf dem Campingplatz als auch auf jeglicher Wanderung. Das allererste was wir nach Ankunft machen, ist die einseitig beschichtete Campingdecke auszulegen. Woah. Wir sind so deutsch. Wir melken Kühe und fahren Traktor. Und unser Sohn brettert mit einem Motorrad über die Felder. Als verantwortungsvolle Eltern haben wir unser OK gegeben. Der Fahrer war ja immerhin schon 15.

Aber wenn es am Schönsten ist, soll man ja bekanntlich gehen. Gelang mir schon immer hervorragend. Aber dieses Mal führt wohl kein Weg dran vorbei. Die Campingdecke ist eingepackt, Bodys von Ida sicher im Sondermüll entsorgt. Heute morgen brauchten wir noch Starthilfe, und jetzt ist das Auto verkauft. Und wir sind offiziell obdachlos. So sitzen wir nun  leicht bis mittelschwer erschöpft und voller Erleichterung am Straßenrand. Immerhin vollständig bekleidet. 

Wir konnten glücklicherweise noch kurzfristig einen Umzug organisieren. ‚Sandsi, fahr mal eben den Wagen vor.‘ Ich sah einen hoffnungsvollen Blick als ich um die Ecke brauste. Er hoffte, ich sitze nicht am Steuer. Nicht in diesem Auto. 

Also Freunde, los geht’s, auf die letzten Tage in einem Fiat Panda. Wir hängen unsere bunte Lichterkette an die einzig freie Stelle der Decke. Oh nice Mama, wie in einer Höhle mit bunten Glühwürmchen. Ja, quasi, nur eben mit dem Unterschied, dass über deiner Schwester ein 120l Seesack liegt, der Kofferraum sich nicht mehr schließen lässt, und wir den Blickkontakt mit dir verloren haben. Vatti muss seine Beine aufs Armaturenbrett legen, weil sich darunter Rucksäcke stapeln. Nur die Lautstärke von den hinteren Plätzen bleibt weiterhin unverändert. Es wird Idas personalisierter Weihnachtssong ‚Ginger Bells‘ bis zum Abwinken gesungen. Läuft also hervorragend. Nur ich befürchte, mit Mutti könnte es hier echt ein bisschen eng werden…

#coromandel #dauercamper #farmstay #stonehillhorsetreks

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